Kindheit und Jugend
Geboren 1986 in Perleberg, habe ich die Umbruchjahre in
Mecklenburg-Vorpommern bewusst miterlebt. Zu sehen, wie die
Strukturen der genossenschaftlichen Wirtschaft von Agrarkonzernen
verdrängt wurden, und zu erleben, wie das Gefühl, abgewertet zu
werden, ganze Generationen erdrückte, hat mich stark geprägt.
Feminismus als Klassenfrage
Ich verstehe Politik als Auftrag, die soziale Schieflage in unserer
Stadt in Ordnung zu bringen. Das gilt auch für die
Geschlechtergerechtigkeit. Als Mit-Herausgeberin des Buches „Ändern
wir die Welt, sie braucht es“ (u.a. mit Ines Schwerdtner) und
Mit-Initiatorin der feministischen Streikbewegung stehe ich für
einen Feminismus, der nicht die Chefetagen meint, sondern die
Alleinerziehende, die Pflegerin und die Verkäuferin. Wenn
Schwarz-Rot die soziale Infrastruktur Berlins kürzt, sind es Frauen,
die diese Lücken unbezahlt schließen müssen. Das werde ich nicht
hinnehmen.